Schmerzen

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Ärzte Zeitung, 29.03.2007

Plädoyer für die Schmerztherapie mit einem Fentanyl-Pfaster

Pflaster mit neuer Matrixtechnologie enthält weniger Wirkstoff / Ob ein modernes Opioid für Patienten geeignet ist, ist einfach zu entscheiden

FRANKFURT AM MAIN (hae). Moderne Retardopioide haben in der Schmerztherapie im Vergleich zu klassischen Analgetika Vorteile. Ob ihr Einsatz sinnvoll ist, lässt sich mit wenigen Fragen entscheiden.

Werden fünf Fragen mit ja beantwortet, lohnt es nach Angaben von Dr. Uwe Junker aus Remscheid, das individuelle Ansprechen auf Opioide zu überprüfen. Die Fragen:

  • Ist die Schmerzursache klar?
  • Passt die Schmerzstärke zur Krankheit?
  • Ist der Patient psychisch unauffällig?
  • Sind Kontraindikationen für Opioide ausgeschlossen?
  • Waren Opioide bei Patienten mit entsprechenden Vorerfahrungen zumindest zeitweilig wirksam?

Von einer Opioidsensitivität kann dabei jedoch nicht immer ausgegangen werden. Hier "müssen wir uns der Arbeit mit Schmerztagebüchern unterziehen und schauen, wie der Patient auf ein orales Retardopioid anspricht." Das betonte der Schmerzspezialist bei einem von Nycomed unterstützten Symposium beim Schmerztag in Frankfurt am Main. Lediglich der Abfall der Schmerzstärke gebe darüber sicher Auskunft.

Vor allem bei starken Schmerzen stehen heute moderne orale und transdermale Opioide der WHO-Stufe III mit spezifischen Indikationen zur Verfügung. Schmerzpflaster auf der Basis von Fentanyl bieten die Vorteile einer langen Wirkdauer bei konstanten Plasmaspiegeln sowie verbesserte Compliance. Ein Fentanylpflaster eignet sich für Patienten mit Schmerzen auf einem stabilen Niveau sowie bei Schluckstörungen oder intestinalen Resorptionsstörungen. Auch bei einer Leberinsuffizienz sei Fentanyl, weil es keinen First-pass-Effekt hat, das Medikament der Wahl, so Junker.

Vorteile bietet nach Aussage von Dr. Thomas Nolte aus Wiesbaden hier ein neues transdermales therapeutisches Fentanyl-System (Matrifen®). Es enthält bei nachgewiesener Wirkäquivalenz zum Originalpflaster wegen einer neuen Matrixtechnologie weniger Wirkstoff als andere Pflastersysteme und ist in allen Wirkstärken verfügbar. Nach der Applikation hat es einen geringeren Restgehalt an Opioid, was die Sicherheit für die Patienten sowie die Umweltverträglichkeit erhöht.

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