Ärzte Zeitung, 15.05.2008

Preis für Schmerztherapie bei behinderten Kindern

Förderpreis der Stiftung Leben an Kinderklinik in Datteln

MÜNCHEN (sto). Für seine Forschungen zur Schmerztherapie bei mehrfach behinderten Kindern ist das multidisziplinäre Team der Kinder-Schmerzambulanz an der Vestischen Kinder- und Jugend- klinik Datteln mit dem Förderpreis der Stiftung Leben pur ausgezeichnet worden.

Professor Andreas Fröhlich (links) gratuliert Preisträger PD Dr. Boris Zernikow.

Foto: McKee/Stiftung Leben pur

Bei der Jahrestagung der Stiftung in München überreichte Professor An-dreas Fröhlich, Vorsitzender des Wissenschaftsrates der Stiftung, den mit 5000 Euro dotierten Preis an den Leiter des Vodafone Stiftungsinstitutes für Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativmedizin Privatdozent Boris Zernikow von der Universität Witten/Herdecke.

Etwa drei Viertel der mehrfach behinderten Kinder haben chronische Schmerzen. Viele seien schmerztherapeutisch nicht ausreichend versorgt. "Je schwerer die Behinderung, desto geringer die Versorgung mit Opioiden", hat Zernikow bei der Veranstaltung in München berichtet. Diese Beobachtung werde auch von Eltern bestätigt, deren Kinder gestorben sind. Viele Eltern berichteten, dass ihre behinderten Kinder am Ende des Lebens nur unzureichend mit Schmerzmitteln versorgt waren.

Der ebenfalls mit 5000 Euro dotierte Innovationspreis ging an den französischen Psychologen Dr. Michel Belot. Beide Preise wurde von Linde Homecare gestiftet.

Mehr Infos: www.stiftung-leben-pur.de

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