Ärzte Zeitung online, 21.08.2009

Greifswalder Kongress zu Medizin im Alter - Was ist machbar, was ist sinnvoll?

GREIFSWALD (eb). Vom 28. bis 29. August 2009 findet in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald das 7. ALPHA-Sommersymposium statt. ALPHA steht für Akutmedizinische Leitlinien für Patienten im höheren Alter. Die Fachkonferenz befasst sich in diesem Jahr mit einem hoch brisanten Thema. Es gibt auch eine öffentliche Vorlesung.

Kaum ein Thema bewegt die Menschen so tief greifend wie die Grenzen der Spitzenmedizin im Alter. Das klinisch Machbare und ethisch Vertretbare rückt zunehmend in den Brennpunkt des ärztlichen und pflegerischen Handelns und muss immer wieder neu ausgelotet werden. Dazu kommt die Angst vieler Menschen, nicht mehr selbst über das eigene Schicksal entscheiden zu können und der Apparatemedizin ausgeliefert zu sein. "Wie weit können und wollen wir gehen?" ist somit eine der entscheidenden Fragestellungen auf dem zweitägigen ALPHA-Kongress, der sich inzwischen über die Grenzen des Landes einen Namen gemacht hat und zu dem über 300 Fach- und Hausärzte sowie Pflegekräfte erwartet werden.

Die ALPHA-Tagungen dienen dem Ziel, speziell auf ältere Patienten zugeschnittene Therapiestrategien für alle akutmedizinisch relevanten Krankheitsbilder zu erarbeiten. Die Leitlinien sollen die Betreuung und Behandlung dieser Altersgruppe, die den Hauptanteil aller Patienten im Krankenhaus stellt, erleichtern.

In guter Tradition sind am Sonnabend, dem 29. August, um 16 Uhr, Interessierte zu einer öffentlichen Vorlesung über "Medizin im Alter - Was ist heute möglich? Wie kann ich es selbst bestimmen?" eingeladen.

Öffentliche Vorlesung und Podiumsdiskussion am Sonnabend, 29. August 2009, um 16.00 Uhr, im Alfried Krupp Kolleg, Greifswald, Martin-Luther-Straße 14

Das vollständige Programm des Kongresses

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