Ärzte Zeitung, 18.01.2010

Schmerzforscher erhalten Auszeichnung

BERLIN (sec). Für ihre Beiträge zur interdisziplinären praxisbezogenen Therapie bei akuten und chronischen Schmerzen sind beim Deutschen Schmerzkongress in Berlin mehrere Forschergruppen mit dem Förderpreis für Schmerzforschung ausgezeichnet worden. Der mit insgesamt 21 000 Euro dotierte Förderpreis wird jährlich von der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS) und der Grünenthal GmbH vergeben.

In der Kategorie Klinische Forschung sind Dr. Frank Seifert und cand. med. Georg Kiefer von der Universitätsklinik Erlangen geehrt worden. Sie haben sich in ihrer Arbeit mit der endogenen Schmerzmodulation bei Patienten mit komplex-regionalen Schmerzsyndromen (CRPS) befasst. Ihre Forschungsergebnisse weisen auf eine veränderte Aktivität in Subsystemen der endogenen Schmerzmodulation mit einer Verstärkung fazilitatorischer und einer Reduktion inhibitorischer Komponenten bei CRPS hin.

In der Kategorie Grundlagenforschung ging der 1. Preis an Dr. Dr. Achim Schmidtko von der Uni Frankfurt/Main für seine Arbeit zum Stellenwert von Guanylylcyclasen für die Produktion cyclischen Guanosinmonophosphats (cGMP) bei der Schmerzsensibilisierung. cGMP ist ein wichtiger Botenstoff bei der Entwicklung chronischer Schmerzen und wird bei anhaltenden Schmerzen im Rückenmark freigesetzt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »