Ärzte Zeitung online, 05.02.2010
Gleichgewichtstraining auf dem "Wii"-Board mit Zwischenfällen
NEU-ISENBURG (ikr). Balance-Training mit der Spielkonsole "Wii"
bereitet Kindern und Erwachsenen nicht immer nur Spaß. Durch
Fehltritte bei den Balance-Spielen kann es auch leicht zu
ungewöhnlichen Verletzungen kommen wie bei einem Mädchen in
Großbritannien.

Sehr beliebt, aber offenbar doch nicht ganz ohne: Wii-Board für Balance-Training. © Dan Race / fotolia.com
Bei dem Gerät handelt es sich um eine Board mit Sensoren, die
Änderungen der Körperhaltung registrieren. Durch
vielfältige Übungen, darunter auch Balance-Spiele, soll das
Gleichgewicht gefördert werden. Ein 14-jähriges Mädchen
aus Großbritannien war aus Unachtsamkeit von dem zwei Zoll hohen
Balance-Board gefallen und hatte sich dabei ein Supinationstrauma im
rechten Sprungelenk zugezogen, das Bewegungseinschränkungen zur
Folge hatte. Das
Mädchen stellte sich in der Notfallambulanz des Horton General
Hospital in Banbury nahe Oxford vor (NEJM 362, 2010, 473). Dort
wurde aber lediglich eine kleine Fraktur am Kopf des Os metatarsale V
diagnostiziert. Diese konnte jedoch konservativ versorgt werden.
Diese Geschichte ist nach Angaben von Dr. Karen Eley vom Radcliffe
Hospital in Oxford kein Einzelfall. So war eine 55-jährige Frau
beim Tennisspielen auf der Wii-Konsole auf ein Sofa gestürzt und
hatte sich dabei einen Hämatothorax zugezogen (Ann R Coll Surg
Engl 20, 2008, W9). Außerdem
war es zu Dislokationen und Kopfverletzungen durch
Zusammenstöße mit Spielpartnern gekommen (J Trauma 65, 2008,
1203).

Weitere Beiträge
Weitere Top-Meldungen
[18.03.2010]
Die private Krankenversicherung konzentriert ihren Wettbewerb auf junge, gesunde Versicherte, lässt alte Tarife systematisch vergreisen und kranke Versicherte in die Kostenfalle laufen. Die ärztliche Versorgung ist teuer und - anders als in der GKV - ohne effektive Steuerungsmöglichkeiten.
mehr »
[18.03.2010]
Der Ulmer Generikahersteller ratiopharm wird an den weltgrößten Hersteller von Nachahmerprodukten, Teva Pharmaceutical, verkauft. Das teilten Teva und die zur Merckle Gruppe gehörende VEM Vermögensverwaltung am Donnerstag mit. Der Verkaufspreis liegt bei 3,625 Milliarden Euro.
mehr »
[18.03.2010]
Trotz des kalten Winters könnte die Zeckenplage und das damit verbundene Risiko einer Gehirnhautentzündung weiter ansteigen. "Es gibt keine Veranlassung zu glauben, dass die Zecken weniger geworden sind", erklärte Professor Jochen Süss vom Friedrich-Loeffler-Institut in Jena am Mittwoch auf einer Veranstaltung in München.
mehr »