Schmerzen

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Die schmerzende Hüfte – Schauen Sie genau hin!

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung, 07.10.2011

Berlinerin erhält Preis für Erkenntnisse bei Endometriose

BERLIN (eb). Frauen mit Endometriose haben deshalb Schmerzen, weil Nerven durch den Wachstumsfaktor NGF (nerve growth factor) angeregt werden, in die Herde zu sprießen. Für diese Erkenntnis wurde Privatdozentin Sylvia Mechsner mit dem Förderpreis für Schmerzforschung 2011 ausgezeichnet.

Den Preis, jährlich vergeben von der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e. V., stiftet das Unternehmen Grünenthal.

Im Jahr 2007 hatte Mechsner erstmals Endometriose-assoziierte Nervenfasern nachgewiesen, die von unreifen Gefäßen begleitet sind. Solche Fasern kommen besonders bei Patientinnen mit starken Schmerzen vor.

Dann fand die Berliner Gynäkologin heraus, dass der NGF in der Bauchfellflüssigkeit von Frauen mit Endometriose in signifikant höherer Konzentration vorhanden ist als bei nicht erkrankten Frauen.

In vitro ließ sich das Aussprossen von Nervenfasern durch die Inkubation mit solcher Bauchfellflüssigkeit auslösen und durch NGF-hemmende Substanzen unterdrücken.

Bislang wurden in der Therapie neurogene Schmerzen nicht berücksichtigt. Etwa die Hälfte der zwei Millionen Patientinnen in Deutschland benötigt eine Dauertherapie. Außer den Schmerzen sind die Rezidivraten von 50 bis 80 Prozent nach Op und Hormontherapie ein Problem.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »