Ärzte Zeitung online, 02.11.2011

Spiegel-Therapie: Illusionen bremsen Phantomschmerz

HAMBURG (eb). Die für Phantomschmerz ursächlichen Umbauprozesse im Gehirn nach einer Amputation sind reversibel. Daran hat Professor Herta Flor aus Mannheim beim Kongress EFIC 2011 in Hamburg erinnert.

Ein Ansatz ist die Spiegel-Therapie: Dem Auge Betroffener wird durch einen geschickt platzierten Spiegel der Eindruck vermittelt, die fehlende Gliedmaße sei noch da.

Wird zum Beispiel der noch vorhandene Arm bewegt, sieht der Patient den fehlenden Arm sich scheinbar auch bewegen - allerdings als Spiegelbild des vorhandenen.

"Nach vier Wochen täglichen Trainings nahm der Phantomschmerz im Mittel über alle Probanden signifikant ab", so Flor.

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