Ärzte Zeitung, 16.02.2016

Kein Schmerzempfinden

Gen identifiziert

DUISBURG/ESSEN. Forscher haben ein neues Gen identifiziert, das als genetische Schaltstelle fungiert und im Zusammenhang mit einer Erkrankung steht, bei der Betroffene keine Schmerzen empfinden (Nature Genetics 47: 803-811, 2015 - erscheint im März).

"Man kann das Ganze mit einem Lampendefekt vergleichen, der den Raum verdunkelt. In unserem Fall ist allerdings nicht die Leuchte selbst defekt, sondern der Schalter, mit dem das Zimmerlicht gesteuert wird", wird der Humangenetiker Professor Eberhard Passarge, emeritierter Forscher der Universität Duisburg-Essen (UDE), in einer Mitteilung der UDE zitiert.

Aufmerksam sei Passarge durch ein betroffenes Zwillingsbruderpaar während seiner Tätigkeit am Institut für Humangenetik an der Universität Leipzig von 2010 bis 2014 geworden. Er erhob klinische Daten, veranlasste Nervenbiopsien und molekulare Voruntersuchungen. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Wie viel Fett und Eisen lastet auf Deutschlands Lebern?

Fettlebern sind hierzulande mittlerweile ein Massenphänomen, und auch die Eisenüberladung der Leber wird häufig festgestellt. Eine Studie der Uni Greifswald liefert jetzt Daten. mehr »

Pfleger lernen als "Robo Cop", wie sich Altern anfühlt

In einem Modellprojekt sollen junge Menschen mit Förderbedarf für die Altenpflege gewonnen werden: Sie erleben im Simulationsanzug das Altern am eigenen Leib und üben die Pflege an lebensgroßen Puppen. mehr »

Ausgaben-Weltmeister bei Zytostatika

Die Ausgaben für onkologische Arzneimittel in der ambulanten Versorgung sind seit dem Jahr 2011 massiv gestiegen und übertreffen deutlich die Kostensteigerungen aller anderen Arzneimittel ohne Rezepturen. Das geht aus dem Barmer-Arzneimittelreport 2017 hervor. mehr »