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Ärzte Zeitung, 18.07.2007

Sommerakademie 2007

Mit Nadeln gegen Knieschmerzen

Studie mit drei Gruppen: TCM-Akupunktur, Sham-Nadelung, Pharmakotherapie

Bei Gonarthrose wirkt Akupunktur signifikant besser als eine medikamentöse Therapie. Das hat die gerac*-Studie mit über 1000 Gonarthrose-Patienten ergeben.

Akupunktur bei Patienten mit Gonarthrose ist seit diesem Jahr GKV-Leistung. Foto: ball

Die Ergebnisse: Akupunktur nach Regeln der TCM (traditionelle chinesische Medizin) war bei 53 Prozent der Patienten erfolgreich, Sham-Nadelung bei 51 Prozent, die Standardtherapie bei 29 Prozent der Gonarthrose-Patienten.

In der Studie hatte eine Patientengruppe 10- bis 15-mal eine TCM-Akupunktur erhalten. Gestochen wurde an sieben bis 15 vorgegebenen Punkten. Eine zweite Gruppe erhielt ebenso oft eine Sham-Akupunktur (minimal-invasive Nadelung an Nichtakupunktur-Punkten). Die dritte Gruppe erhielt 23 Wochen lang eine medikamentöse Standardtherapie - entweder Diclofenac oder ein Coxib.

Nach 26 Wochen wurde mit dem WOMAC-Arthrose-Score ermittelt, wie sich Schmerz und Gelenkfunktionen im Vergleich zu Studienbeginn geändert hatten. Als Erfolg galt eine Besserung der Score-Werte um mindestens 36 Prozent.

Akupunktur bei chronischen Gonarthrose-Schmerzen ist seit diesem Jahr Kassenleistung. Allerdings müssen Kollegen bis zum 1. Januar 2008 eine Zusatz-Weiterbildung Akupunktur und 80-stündige Kurse in psychosomatischer Grundversorgung sowie in der Schmerztherapie nachweisen. Bis dahin dürfen Kollegen auch ohne diese Qualifikationen über EBM abrechnen (30790, 30791). (eb)

* GERman ACupuncture Trials

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