Ärzte Zeitung, 18.07.2007

Sommerakademie 2007

Neue Ansätze zur Pharmako-Therapie gegen Arthrose

Strontiumranelat und Licofelon können bei Arthrose-Patienten die Symptome lindern und das Fortschreiten der Gelenkveränderungen bremsen. So hatten von 1000 Patienten mit Lendenwirbel-Arthose nach drei Jahren Therapie mit dem Osteoporosemittel Strontiumranelat nur 10 Prozent Zeichen eines radiologischen Fortschreitens. In der Placebo-Gruppe waren es 17,1 Prozent.

In einer Phase-III-Studie mit 300 Gonarthrose-Patienten wurde eine zweijährige Therapie mit täglich 2 x 200 mg Licofelon mit 2 x 500 mg Naproxen verglichen. Die MRT-Auswertung ergab: Der Verlust an Knorpelvolumen und Knorpeldicke war bei Naproxen-Therapie signifikant stärker.

"Licofelon scheint anders als herkömmliche NSAR einen knorpelprotektiven Effekt zu besitzen", so Dr. Jean-Pierre Pelletier aus Montreal beim Rheuma-Kongress in Barcelona. Licofelon ist ein Analogon der Arachnoidonsäure, das - wie NSAR - mit der Synthese von Prostaglandinen und Thromboxanen via Cyclooxygenase-Hemmung interferiert. Zusätzlich bremst es aber auch noch über eine 5-Lipoxygenase-Hemmung die Leukotrien-Synthese. (gvg)

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