Samstag, 11. Februar 2012
Ärzte Zeitung, 28.01.2010

Schmerzen funktionell angehen

Schmerzen funktionell angehen

Welches therapeutische Ziel habe ich vor Augen, wenn ich Physiotherapie oder Krankengymnastik verordne? Wer seinen Patienten mit Schmerzen des Bewegungssystems künftig zielgerichtet funktionsorientierte Schmerztherapie zugutekommen lassen möchte, kann jetzt entsprechende Hinweise von Dr. Kay Niemier aus Hamm und Dr. Wolfram Seidel aus Kremmen sowie weiterer Autoren nutzen. Ihr Grundsatz: ICD-10-Diagnosen sind keine Indikation zur Funktionsbehandlung. Dazu braucht es einen klinisch-funktionellen Befund.

Um zu einem solchen Befund zu kommen, wird im ersten Teil des Buches zunächst beschrieben, wie Schmerzen entstehen, was sie dabei beeinflusst und wie sie chronifizieren. Nach dem knapp gehaltenen Diagnostik-Teil geht es im Hauptabschnitt um praktische Therapieverfahren von physikalischen Behandlungen bis Psychotherapie. Dort liest man zum Beispiel, was bei Hochfrequenztherapien konkret passiert oder wie optimalerweise eine physiotherapeutische Therapieplanung aussehen sollte. (ner)

Kay Niemier, Wolfram Seidel (Hrsg.): Funktionelle Schmerztherapie des Bewegungssystems. Springer Medizin Verlag 2009, 270 Seiten, 49,95 Euro, ISBN 978-3-540-88798-0

| Share

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Neue Ära in der Schlaganfall-Therapie?

Ein neuartiges Therapieverfahren weckt große Hoffnungen bei der Behandlung von akutem Schlaganfall. Jetzt hat es sich in Studien und auch in der Praxis bewährt. Experten jubeln: Die neue Methode wird die Schlaganfall-Therapie grundsätzlich verändern! mehr »

112 - Heute ist Europäischer Notruf-Tag

Nur etwa jeder vierte Europäer kennt die EU-weite Notrufnummer 112. Das geht aus einer Umfrage hervor, die die EU-Kommission in Brüssel anlässlich des Europäischen Notruf-Tags vorgestellt hat. Die Notrufnummer 112 ist rund um die Uhr und kostenfrei in Europa erreichbar. mehr »

Streit um frühe Nutzenbewertung eskaliert

Der Verband forschender Arzneimittelhersteller (vfa) hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) scharf kritisiert. Das Institut missachte Standards der evidenzbasierten Medizin. Das IQWIG kontert: Die Vorwürfe sind unsachlich. mehr »