Ärzte Zeitung, 25.03.2004

KOMMENTAR

Bei Kopfschmerz lieber eine CT zuviel

Von Gabriele Wagner

US-amerikanische Kollegen haben gerade belegt, wie wichtig es ist, bei Patienten mit erstmaligen heftigen Kopfschmerzen an eine Subarachnoidalblutung (SAB) zu denken. Und zwar auch dann, wenn keine neurologischen Symptome bestehen. Auch bei solchen Patienten muß sofort eine Computer-Tomographie (CT) veranlaßt werden.

Wird das versäumt, kann das - von Haftungsfragen einmal ganz abgesehen - für die oft noch jüngeren Betroffenen fatal sein. Auch Patienten, die zunächst keine neurologischen Symptome haben, können an der SAB sterben, etwa weil die Blutung nicht aufhört oder es zu einer zweiten Blutung kommt. Wer überlebt, bleibt oft schwer behindert. Deshalb ist eine sofortige Behandlung bei SAB notwendig, und dazu bedarf es nun mal der raschen Diagnose.

Auch wenn die Inzidenz der SAB mit 1 zu 10 000 eher gering ist, so muß doch gelten: Lieber eine CT zuviel als eine übersehene SAB.

Lesen Sie dazu auch:
Jeder ab 40 mit erstmals heftigen Kopfschmerzen muß zur CT!

Topics
Schlagworte
Kopfschmerzen (462)
Krankheiten
Kopfschmerzen (1494)
Personen
Gabriele Wagner (82)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBV drücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Auch mit Kind zügig möglich"

Eine Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »