Ärzte Zeitung, 28.06.2004

Migräne wird bei Kindern oft nicht diagnostiziert

FRANKFURT/MAIN (dpa). Migräne bei Kindern wird aus Sicht der Migräne-Liga oft nicht erkannt. 60 Prozent der Migräne-Patienten hatten erste Attacken bereits im Kindesalter, sagte Dr. Axel Heinze von der Schmerzklinik Kiel beim Migräne-Symposium in Frankfurt am Main.

Doch behandelt würden die meisten erst, wenn sie als Berufstätige beeinträchtigt seien. Ein Grund sei die "Vogelstraußpolitik" mancher Eltern, ein anderer der Mangel an Spezialisten für Kinder.

Die Situation für Migränepatienten hat sich seit der jüngsten Gesundheitsreform verschlechtert, wie der Vorsitzende der Migräne-Liga, Nikolai Karheiding, sagt. Viele gute Medikamente zur Vorbeugung seien seither nicht mehr verschreibungsfähig.

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