Ärzte Zeitung, 18.01.2005

Zolmitriptan-Spray überzeugte Migräne-Patienten

Zwei von drei Patienten einer Studie wollen auf das Triptan-Spray umsteigen / Fast alle nahmen bereits Triptane ein

GOTHENBURG (gwa). Zwei Drittel der mehr als 230 Migräne-Patienten einer schwedischen Studie wollen dauerhaft auf Zolmitriptan-Nasenspray umsteigen. Als Hauptgründe nannten die Patienten den schnellen Wirkeintritt und die gute Verträglichkeit.

Ein interessanter Aspekt der offenen Studie: Neun von zehn Teilnehmern hatten bereits eine Triptan-Therapie; von diesen nahmen 87 Prozent Sumatriptan als Nasenspray, orale oder subkutane Applikation. Sumatriptan ist das in Schweden am meisten verordnete Triptan, berichten die Kollegen um Dr. Carl G. H. Dahlöf von der Gothenburg Migräne Klinik in Schweden, die die Studie leiteten (J Headache Pain 5, 2004, 237).

Die Teilnehmer wurden übrigens unabhängig davon, ob sie mit ihrer bisherigen Migräne-Therapie zufrieden waren oder nicht in die Studie aufgenommen. 90 Prozent waren Frauen.

Die Teilnehmer nahmen bei bis zu sechs Attacken Zolmitriptan Spray (in Deutschland AscoTop® Nasal 5 mg). Erlaubt waren pro Attacke mehr als eine Dosis à 5 mg, aber nicht mehr als zwei Dosen innerhalb von 24 Stunden.

Die Teilnehmer wurden nach der ersten und der letzten erfaßten Attacke schriftlich und telefonisch befragt. Unter anderen antworteten die Probanden auf Fragen zu Wirkeintritt und -dauer sowie Wiederkehr-Kopfschmerzen und unerwünschten Effekten.

Einige Ergebnisse: Insgesamt jeder zweite Patient bewertete die Therapie mit dem Zolmitriptan-Spray besser als seine bisherige Migräne-Therapie. In der Subgruppe der 55 Patienten, die vor Studienbeginn bereits ein anderes Triptan-Spray anwandten, waren es umgerechnet 66 Prozent. Insgesamt 156 Patienten (etwa 69 Prozent) wollten in Zukunft bei Attacken das Studien-Spray anwenden (Subgruppe: 90 Prozent).

Als Gründe nannten die Patienten vor allem den frühen Wirkeintritt (76 Prozent), daß eine Dosis pro Attacke ausreichte (59 Prozent), daß mit dem Spray der Schmerz komplett verschwand (56 Prozent) sowie die gute Verträglichkeit (keine oder nur geringe Nebeneffekte; 48 Prozent).

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