Ärzte Zeitung, 06.10.2005

Migräneschmerz meist in zwei Stunden weg

Triptanstudie: Bei zwei Dritteln der Patienten werden Beschwerden rasch gelindert

ATHEN (grue). Die wichtigsten Forderungen von Migränepatienten in Zusammenhang mit ihrer Medikation: Die Präparate sollen zuverlässig und schnell den Schmerz lindern. Außerdem ist ihnen wichtig, daß die Kopfschmerzmittel lange wirken und gut verträglich sind.

Darauf wies Dr. Dimos Mitsikostas aus Athen bei einer Veranstaltung von MSD beim Neurologenkongreß in Athen hin. Triptane sind die Mittel der Wahl bei mäßigstarken und starken Migräneanfällen. Der Neurologe hob drei Triptane besonders hervor: Rizatriptan 10 mg, vom Unternehmen als Maxalt® angeboten; Eletriptan 80 mg und Almotriptan 12,5 mg.

Diese Triptane hatten schon in einer Metaanalyse von 53 Studien mit mehr als 24  000 Patienten gut abgeschnitten. In einer aktuellen Studie mit etwa 100 Patienten habe sich deren Effizienz bestätigt, sagte Mitsikostas. So waren mit Rizatriptan und Eletriptan 66 und 64 Prozent der Patienten nach zwei Stunden schmerzfrei, das waren etwa 15 Prozent mehr als mit Sumatriptan 100 mg.

Die Dauer der Wirkung läßt sich daran ablesen, wie viele Patienten mit nur einer Triptandosis mindestens einen Tag schmerzfrei sind. "Alle Präparate übertreffen darin deutlich Placebo, die Unterschiede zwischen den Substanzen sind aber nicht so groß", meinte Mitsikostas.

Patienten nannten in einer Untersuchung, in der es um die Bedeutung der Wirkprofile von Triptanen im Alltag ging (TRIPSTAR-Projekt) ihre Präferenzen: Ihnen war die Schmerzfreiheit nach zwei Stunden am wichtigsten, gefolgt von der anhaltenden Wirksamkeit der gewählten Substanz und deren Verträglichkeit.

"Doch gibt es aus meiner Sicht viele Patienten, die - abhängig von ihrem beruflichen und sozialen Alltag - ganz spezielle Wünsche an ein Kopfschmerzmedikament haben", so Mitsikostas. "Ein Arzt sollte sich daher mit verschiedenen Triptanen auskennen und sich bei der Verordnung nicht nach seinen Vorlieben, sondern nach den Wünschen der Patienten richten".

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