Ärzte Zeitung, 19.11.2007

Kopfschmerzen durch zu viel Analgetika

DÜSSELDORF (hub). Bei etwa zwei Prozent der Patienten mit chronischen Kopfschmerzen sind diese durch einen Übergebrauch an Medikamenten hervorgerufen. Dem Übergebrauch liegt in der Regel eine Schmerz-Grunderkrankung zugrunde, erinnerte Professor Andreas Straube aus München beim Medica-Kongress. Bei 80 Prozent der Patienten handelt es sich dabei um Migräne, bei den anderen meist um Spannungskopfschmerz.

Die Diagnose erfolgt anhand der Zahl der Tage mit Medikamenten-Einnahme. "Bei NSAR sind das 15 Tage im Monat, bei Triptanen 10 Tage, über eine Zeit von mehr als drei Monaten", so Straube. "Die Dosis ist dabei unwichtig." Die Therapie dieser speziellen Schmerzform erfolgt zum einen durch Absetzen der Triptane oder NSAR. "Parallel dazu muss eine Prophylaxe der Grunderkrankung erfolgen", sagte Straube. Bei Migräne geschieht das etwa mit Topiramat, bei Spannungskopfschmerzen etwa mit Venlafaxin. Die Patienten sollten engmaschig kontrolliert werden.

Leitlinien zu Kopfschmerzen gibt es im Internet unter www.dmkg.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

"GOÄ-Konsens bis Ende 2017 ist sportliches Ziel"

Wann kommt die neue GOÄ? Im Interview mit der "Ärzte Zeitung" verrät GOÄ-Verhandlungsführer Dr. Reinhard genaueres. mehr »

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »