Ärzte Zeitung, 11.10.2004

Therapieren und Motivieren sind A und O bei Rückenschmerz

"Europäische Woche gegen Schmerzen" schließt sich dem Schmerzkongreß an

LEIPZIG (mal). Heute ist weltweiter "Tag gegen Schmerzen", Start der "Europäischen Woche gegen Schmerzen". Diese Aktion rückt die Millionen von Schmerzkranken ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Sie ist aber auch ein Zeichen, daß viel für die Verbesserung der Versorgung getan wird. Auch die Möglichkeiten, wie Hausärzte noch mehr für Schmerz-Patienten tun können, werden derzeit intensiv geprüft, wie beim Schmerzkongreß in Leipzig deutlich geworden ist.

Etwa zwanzig Prozent der Erwachsenen in den Industrieländern leiden unter chronischen Schmerzen, teilen die IASP (International Association for the Study of Pain) und die EFIC (European Federation of IASP Chapters), Organisatoren des heutigen "Tags gegen Schmerzen", mit. Etwa 30 Prozent der Schmerzkranken leiden unter Rücken- oder Nackenschmerzen.

Ihre Versorgung zu verbessern ist auch Ziel der Projekte des Deutschen Forschungsverbunds Rückenschmerzen, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt werden.

Vorläufige Daten aus einem dieser Projekte weisen darauf hin, daß Rückenschmerz-Patienten zusätzlich davon profitieren können, wenn sie von speziell geschulten Arzthelferinnen zu mehr körperlicher Aktivität motiviert werden. Das hat Corinna Leonhardt von der Uni Marburg, die das Projekt betreut und es beim Schmerzkongreß vorgestellt hat, der "Ärzte Zeitung" berichtet. Eine bessere Versorgung versprechen sich Schmerzexperten auch von europäischen Leitlinien zur Betreuung von Patienten mit unspezifischen Rückenschmerzen, die, wie berichtet, in Leipzig noch für dieses Jahr angekündigt worden sind.

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