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Ärzte Zeitung, 31.07.2007

Massagen und Akupressur in der Mittagspause

Viele Firmen holen Masseure in Büros / Kosten sind beim Finanzamt absetzbar

HAMBURG (ddp). In vielen Büros lösen mobile Massageteams die Verspannungen der Beschäftigten auf Bestellung.

Im Büroalltag sollte man Haltung bewahren. Wer täglich stundenlang gekrümmt vor dem Bildschirm klebt, riskiert ernsthafte Rückenleiden. Aber auch bei vorbildlicher Sitzposition bleibt man von Verspannungen nicht immer verschont. "Erleichterung können mobile Masseure verschaffen, die Verkrampfungen und Muskelschmerzen direkt im Büro behandeln", sagt Bruno Blum, Präsident des Verbands Physikalische Therapie in Hamburg.

Meist reiche eine Shiatsu-Therapie oder eine Akupressur aus, um Verspannungen im Nacken- oder Rückenbereich wirkungsvoll zu lösen. Der Arbeitnehmer könne währenddessen auf seinem Arbeitsplatz sitzen bleiben. Effektiver sei allerdings die klassische Massage auf einer Liege: "Vor allem größere Firmen stellen dem Masseur dafür häufig einen separaten Raum zur Verfügung", erläutert Blum. Gleich ob auf dem Bürostuhl oder der Liege - die Massage in der Mittagspause ist nach Angaben von Blum Arbeitnehmern wie Arbeitgebern zu empfehlen.

"Studien haben gezeigt, dass durch solche regelmäßigen Behandlungen am Arbeitsplatz die Häufigkeit von Haltungsschäden deutlich sinkt", erläutert der Masseur. Die Folge seien weniger Krankheitstage. Darüber hinaus nehme die Zufriedenheit unter den Mitarbeitern zu: Aggressionen, Angst und depressive Verstimmungen kommen Blum zufolge deutlich seltener vor.

Immer mehr Unternehmer in Deutschland engagieren mittlerweile mobile Massageteams, viele übernehmen sogar die Rechnungen für die Massagebehandlungen. In anderen Fällen bezahlen die Arbeitnehmer die Therapie selbst. Die Kosten lassen sich laut Blum beim Finanzamt absetzen. Zwei Sitzungen im Monat von jeweils 20 Minuten Länge reichten für eine wirksame Prävention von Langzeitschäden aus.

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