Direkt zum Inhaltsbereich

Coxib plus PPI schützt Patienten mit Arthrose vor erneuter Ulkusblutung

HONGKONG (hub). Die Kombination von Coxib plus Protonenpumpen-Hemmer (PPI) schützt Arthrose-Patienten besonders effektiv vor Ulkusblutungen. Das belegt eine Studie mit Patienten, die ein hohes Risiko für solche Blutungen hatten.

Veröffentlicht:

Bekanntlich sinkt mit Coxiben das Risiko schwerer gastrointestinaler Ereignisse im Vergleich zu traditionellen NSAR um etwa 50 Prozent. Durch die Kombi-Therapie aus Coxib plus PPI lässt sich bei Arthrose-Patienten das Blutungsrisiko weiter vermindern, wie Professor Francis Chan und ihre Kollegen von der Universität Hongkong herausfanden (Lancet 369, 2007, 1621). Die Ergebnisse:

  • Von 137 Patienten mit der Kombi-Therapie Coxib plus PPI hatte keiner innerhalb von 13 Monaten eine gastrointestinale Blutung.
  • Bei 136 Patienten, die nur das Coxib erhalten hatten, gab es zwölf Ulkusblutungen (8,9 Prozent). Davon ereigneten sich sieben Blutungen im Magen und fünf im Duodenum.
  • Keine Unterschiede zwischen den beiden Patienten-Gruppen gab es beim Fortschreiten der Arthrose und beim Arthroseschmerz.

Alle 273 Patienten wiesen in der Anamnese NSAR-induzierte Ulkusblutungen des Gastrointestinal-Trakts auf. Die Ulzera waren bei Studienbeginn komplett abgeheilt. Die eine Gruppe erhielt für zwölf Monate täglich 2  x  200 mg Celecoxib (Celebrex®) plus 2  x  20 mg von dem PPI Esomeprazol. Die andere Gruppe bekam das Coxib zusammen mit einem Placebo.

Für Patienten mit einem hohen Risiko für Blutungen sei diese Kombination ein effektiver Schutz vor erneuten Blutungen, folgern die Wissenschaftler.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: AIO-KRK-0424/ass-Registerstudie: Leitlinienadhärenz

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5]

BRAFV600E-mutiertes mCRC nach systemischer Vortherapie

Registerstudie weist auf Defizite in der Umsetzung der Leitlinienempfehlungen hin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pierre Fabre Pharma GmbH, Freiburg
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
In der Schwangerschaft soll eine medikamentöse Blutdrucktherapie ab Werten 140/90 mmHg initiiert werden.

© Dragana Gordic - stock.adobe.com

Gestationshypertonie und Co.

Bluthochdruck in der Schwangerschaft: So gehen Sie therapeutisch vor