Ärzte Zeitung online, 19.08.2009

Neuer Ansatz gegen Arthrose

MÜNSTER/HANNOVER (dpa). Hoffnung für Arthrose-Patienten: Ein deutsch-koreanisches Forscherteam hat in Tierversuchen einen Arthrose-Auslöser entdeckt und damit zugleich einen neuen Therapieansatz gefunden.

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Foto: Sebastian Kaulitzki ©www.fotolia.de

Wissenschaftler aus Münster, Hannover, Hamburg und Seoul haben ein Protein auf den Knorpelzellen von Mäusen ausgemacht, das Arthrose auslöst. Die Ergebnisse der Studie sind online im Fachjournal "Nature Medicine" veröffentlicht worden.

In einem zweiten Schritt wurde das aggressive Eiweiß mittels eines Antikörpers ausgeschaltet: "Dieser hemmt und blockiert das Eiweiß, so dass die Mäuse keine Arthrose mehr entwickelten", erläuterte Professor Thomas Pap vom Institut für Experimentelle Muskuloskelettale Medizin der Universität Münster. Damit gebe es einen neuen Ansatz, der die Ursachen des Gelenkverschleißes bekämpft und nicht nur die Symptome wie Schmerzen und Entzündungen. Zugleich bekamen gesunde Mäuse, denen vorbeugend Antikörper gespritzt wurden, auch im Alter keine Arthrose.

Auch wenn bis zur Anwendung beim Menschen noch Jahre vergehen könnten, könne mit den neuen Erkenntnissen der gegenwärtige Stillstand bei der medikamentösen Arthrose-Therapie bald überwunden werden, schreibt die Universität in der Mitteilung.

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