Ärzte Zeitung, 08.04.2010

Neues Molekül in Pathogenese der Arthrose entdeckt

WIESBADEN (hub). Das Molekül Asporin - auch periodontal ligament-associated protein 1 (PLAP) genannt - ist genetisch mit der Bandscheibendegeneration bei Arthrose assoziiert. Asporin sei auch in zentrale Stoffwechselwege wie die Synthese von Aggrecan und Kollagen Typ II involviert, berichtete Professor Ulf Müller-Ladner aus Bad Nauheim. 

Chondrozyten, die Asporin produzieren, reagierten zudem geringer auf den essenziellen Wachstumsfaktor TGFβ. So sei erklärbar, warum gerade in schweren Stadien der Bandscheibendegeneration viel Asporin präsent sei, sagte der Rheumatologe. Erkrankter Knorpel regeneriere zudem schlechter, da die Knorpelvorläuferzellen bei Arthrose anders verteilt seien, nämlich in Form von Clustern.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »