Ärzte Zeitung, 13.10.2005

Wie weit ist es bis zum nächsten Arthroskopeur?

Suchmaske im Internet

FRANKFURT AM MAIN (ner). Wo in der Nähe ein erfahrener Arthroskopeur zu finden ist, etwa für minimal-invasive Knie-, Schulter- oder Sprunggelenkseingriffe, kann man demnächst auf der Webseite der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Arthroskopie (AGA) erfahren.

Die Organisation hat zwei Qualitätsbezeichnungen eingeführt, die, so hofft man, künftig bundesweit geführt werden dürfen. Derzeit böten eine unbekannte Zahl von klinischen und niedergelassenen Ärzten arthroskopische Diagnostik und Therapie an, sagte Professor Philipp Lobenhoffer beim Jahreskongreß der Arbeitsgemeinschaft in Frankfurt am Main.

Oft sei nicht erkennbar, wie erfahren und spezialisiert der jeweilige Arzt sei. Deshalb hat die Arbeitsgemeinschaft die Bezeichnungen "AGA-Arthroskopeur" und "GA-Instruktor" geschaffen, die in Bayern und Niedersachsen bereits geführt werden dürfen.

Mindestens 250 Operationen werden vorausgesetzt

Voraussetzung für die Verleihung der Bezeichnung "AGA-Arthroskopeur" sind nach Lobenhoffers Angaben abgeschlossene Arthroskopiekurse und Weiterbildungen, inklusive Hospitationen bei erfahrenen Arthroskopeuren. Es müssen mindestens 250 arthroskopische Operationen selbständig vorgenommen worden sein.

Beim "AGA-Instruktor" sind es 500 Operationen als Voraussetzung, darunter mindestens 100 aufwendige Rekonstruktionen. Außerdem muß der Instruktor lehrend und wissenschaftlich tätig sein.

Entsprechend qualifizierte Ärzte kann man auf der AGA-Internetseite nach Name und Ort suchen. Infos unter: www.aga-online.de, und zwar unter der Rubrik "Instruktor & Arthroskopeur"

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »