Ärzte Zeitung, 09.12.2005

Jenaer Forscher entwickeln Prothesen zum Rennen

Spezialprothesen nutzen bisher oft nur Sportler

JENA (dpa). Jenaer Wissenschaftler wollen erschwingliche Beinprothesen entwickeln, mit denen man auch rennen kann.

"Kommerzielle Beinprothesen, mit denen Gehen und Rennen möglich ist, gibt es zur Zeit noch nicht", sagt Dr. André Seyfarth, Leiter des Lauflabors am Institut für Sportwissenschaften der Universität Jena. Es gebe zwar Spezialprothesen, die einer gebogenen Blattfeder ähneln; aber diese seien so teuer, daß sie nur wenige Behinderte - etwa Leistungssportler - nutzen könnten.

Jenaer Biomechaniker entwickeln seit Mitte der 90er Jahre ein Modell für das Gehen und Laufen. Ein Physiker aus der Forschergruppe will sich in den kommenden zwei Jahren am Massachusetts Institut of Technology (MIT) in den USA zu Biomechatronik weiterbilden.

Die Gelenke der Renn-Prothesen sollen von kleinen Motoren angetrieben werden, die ihre Energie aus Wasserstoffzellen erhalten könnten. Die EU fördert das Vorhaben mit 240 000 Euro.

Weitere Informationen unter www.lauflabor.de

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