Ärzte Zeitung online, 18.11.2008

Materialforscher entwickeln neue Nanofasern aus Blut-Eiweißen

JENA (dpa). Materialwissenschaftler aus Jena haben neue Nanofasern entwickelt, die künftig etwa zur Regeneration von Knochen und Knorpel eingesetzt werden könnten. Sie werden aus dem Eiweißmolekül Fibrinogen gewonnen, das im Blut vorkommt. Vernetzt mit bestimmten Nanokristallen, wie sie im natürlichen Knochen vorkommen, könnten sie in der Medizin eingesetzt werden.

Das teilte die Friedrich-Schiller-Universität am Dienstag mit. Die Fasern auf Naturstoffbasis werden mit einem speziellen Verfahren erzeugt, das die Forscher in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals "Biomacromolecules" (9, 2008, 3258) vorstellen. Eine solche Faser aus Fibrinogen habe nur einen Durchmesser von einem Zehntausendstel eines menschlichen Haares.

"Dadurch ist das Tor für eine ganz neue Generation von funktionellen Materialien für die Medizintechnik, die Nanoelektronik oder der Optik aufgestoßen, die auf natürlichen Stoffen und Bauprinzipien basieren", erläuterte der Direktor des Instituts für Materialwissenschaft, Professor Klaus D. Jandt.

Abstract der Studie "Novel Biopolymeric Template for the Nucleation and Growth of Hydroxyapatite Crystals Based on Self-Assembled Fibrinogen Fibrils"

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