Ärzte Zeitung online, 26.01.2010

Frauen brauchen eigene Trainingsprogramme

EDMONTON (hub). Weibliche Athleten verletzen sich häufiger an Muskeln und Knochen als männliche. Je nach Sportart ist die Verletzungsrate zwei- bis sechsfach höher.

Am häufigsten sind Verletzungen an Knie und Schulter, teilt die University of Alberta in Kanada mit. Hauptursache sei, dass Trainingsprogramme für Athletinnen auf Forschungen mit jungen erwachsenen Männern basierten. Die biologischen Unterschiede zwischen den beiden Geschlechtern würden so nicht ausreichend berücksichtigt. Athletinnen bräuchten daher spezielle Unterstützung und angepasste Trainingsprogramme, damit sie ihr persönliches Potenzial abrufen könnten - und zwar ohne Verletzungen.

Damit weibliche Athleten verletzungsfrei Erfolg haben, müsse zudem auf die Ernährungssituation geachtet werden. Die Forscher aus Kanada erinnern in diesem Zusammenhang an die Trias Essstörung, Amenorrhö und Osteoporose im Frauensport. Die Studie ist zusammen mit Hinweisen für Trainer und Eltern in "Canadian Sport for Life" publiziert.

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