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Ärzte Zeitung online, 05.08.2010

Konflikt um Behandlung von Arjen Robben

Muskelbündelriss zwingt zu zwei Monaten Pause / Holländische Betreuer im Visier

MÜNCHEN (hub). Arjen Robben, der holländische Nationalspieler und Flitzer am rechten Bayernflügel, fällt mehrere Monate aus. Diagnose: Muskelbündelriss. Der niederländischer Verband, seine Ärzte und auch die FIFA ernten heftige Kritik des FC Bayern München.

Konflikt um Behandlung von Arjen Robben

So begann der ganze Ärger: Arien Robben verletzt sich am 5. Juni im Testspiel Niederlande gegen Ungarn.

© dpa

Schon zur Fußball-WM reiste Robben mit Verspätung an, er musste noch eine Verletzung auskurieren. Robben habe sich im letzten Testspiel der Niederlande gegen Ungarn einen kleinen Muskelfaserriss zugezogen, schreibt die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) am Mittwoch und beruft sich dabei auf holländische Ärzte. Bei FC Bayern München wird jetzt von einem fünf Zentimeter großen Loch in Robbens linkem Oberschenkel gesprochen. Ursache sei ein Muskelbündelriss. "Ich finde es unverantwortlich, dass man Arjen Robben bei der WM hat spielen lassen", sagte der Bayernbetreuer Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, Orthopäde und Sportmediziner in der SZ.

Robben selbst habe ausgesagt, sich im Juni einer aggressiven Behandlung unterzogen zu haben. Der Spieler hatte sich dazu in die Hände des niederländischen Physiotherapeuten Dick van Toorn begeben. Die SZ schreibt von schmerzhaften aber wirksamen Behandlungsmethoden, die umstritten seien. Über Details zu den Behandlungsmethoden haben sich bisher weder der Spieler noch der FC Bayern geäußert.

Auch eine ökonomische Komponente ist vorhanden

Neben der medizinischen und sportlichen Komponente hat der Fall Arjen Robben natürlich auch eine ökonomische. Schließlich sind auch Nationalspieler Angestellte ihrer Vereine, müssen aber in der Regel für Spiele der Nationalmannschaft freigestellt werden. Genau das beklagt Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge in einem SZ-Interview vom Donnerstag. Die Ausgleichszahlungen des Weltfußballverbandes FIFA an den FC Bayern lägen unter einer Million Euro, so Rummenigge. Das sei in keinster Weise mit den Kosten für die Spieler zu vergleichen, man hätte die Gehälter ja weitergezahlt. Rummenigge bezifferte die Kosten fünf- bis sechsmal so hoch wie die FIFA-Zahlungen. Rummenigge bezeichnete es als unfair, wenn die FIFA bei einer WM Milliardenbeträge einnehme, aber alle Klubs zusammen nur ein paar Millionen Dollar bekämen.

Rummenigge fordert Schadensersatz

Rummenigge fordert mittlerweile von den Holländern Schadensersatz, da der Ausfall des niederländischen Nationalspielers den Verein viel Geld koste. "Es wäre nur fair, wenn diese Kosten vom holländischen Verband getragen werden", sagte Rummenigge in der Münchner "Abendzeitung". Nicht der FC Bayern, sondern der Verband beziehungsweise der Verbandsarzt habe Robbens Verletzung zu verantworten.

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Der Ärger um Arjen Robben hält an

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