Ärzte Zeitung, 03.03.2011

Harte Tastatur strapaziert Sehnen

ZÜRICH (hub). Immer schnellere Prozessoren, immer bessere Grafikkarten und immer größerer Arbeitsspeicher - das scheinen die entscheidenden Kriterien beim Kauf eines Computers zu sein.

Harte Tastatur strapaziert Sehnen

Je härter die Tastatur, desto größer ist der Kraftaufwand der Muskulatur für Handgelenk und Finger.

© peresanz / fotolia.com

Käufer vergessen dabei meist: Die Schnittstelle vom menschlichen Gehirn zum PC sind Hände und Tastatur. Beide zusammen bilden quasi das Interface.

Doch auf die PC-Seite dieser Schnittstelle wird meist nur wenig geachtet. Dass dies falsch ist, folgt aus einer Studie der Eidgenössischen TH in Zürich (ETH). Denn je härter die Tastatur, desto größer ist die Muskelaktivierung, gemessen per Elektromyogramm (EMG).

Bei größerem Widerstand der Tastatur muss also mehr Kraft aufgewendet werden. Das Tippen beanspruche wie erwartet die Unterarmmuskulatur, allerdings in deutlich stärkerem Ausmaß die Beugemuskulatur der Hand (Flexor) und weniger stark die Streckmuskulatur (Extensor) des Handgelenks und der Finger, so die ETH in einer Mitteilung. Das kann zu Entzündungen, zum Beispiel zu einem Tennisarm führen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »