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Ärzte Zeitung online, 01.08.2013

Kongress im Oktober

Orthopäden und Unfallchirurgen diskutieren über die optimale Versorgung bei Jung und Alt

In diesem Jahr findet der Deutsche Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie erstmals gemeinsam mit dem 12. Deutschen Kongress für Versorgungsforschung statt.

BERLIN. Unter dem Motto "Menschen bewegen - Erfolge erleben" diskutieren Experten vom 22. bis 25. Oktober beim Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) in Berlin, wie sich das Fach in klinischer, wissenschaftlicher und gesundheitspolitischer Sicht vorwärts bewegt, um Erfolge für die Patienten zu erzielen.

Beim weltweit zweitgrößten Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie gehe es auch darum, wie die Patientenversorgung über ambulante und stationäre Grenzen hinaus reibungslos ablaufen kann, teilt die DKOU vorab zum Kongress mit.

Vor welchen Herausforderungen Orthopäden und Unfallchirurgen täglich stehen, mache sich etwa an der Versorgung von älteren Patienten mit Frakturen bemerkbar, so die DKOU: Etwa 160.000 Menschen jährlich erlitten eine Schenkelhalsfraktur infolge eines Sturzes.

Allein diese Unfälle belasteten das Gesundheitssystem Jahr für Jahr mit etwa 2,5 Milliarden Euro direkten Kosten.

Soziale Einschränkungen nach der Fraktur

Doch die Akutversorgung sei nur ein Teil des Problems. "Ein Drittel der Betroffenen leidet nach einem Knochenbruch auch unter persönlichen wie sozialen Einschränkungen, findet nicht mehr in sein Wohnumfeld zurück und ist auf ein Pflegeheim angewiesen.

Ein weiteres Drittel stirbt sogar an den Folgen", wird Professor Reinhard Hoffmann, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU), zitiert.

Viele durchlaufen einen Teufelskreis mit Osteoporose, Muskelabbau, Kreislauf-Problemen, kognitiven Einschränkungen und verlieren dadurch soziale Kontakte.

"Es ist daher nicht nur von enormer volkswirtschaftlicher Bedeutung, sondern auch für den betroffenen Patienten besonders wichtig, dass der medizinischen Notfallversorgung eine Nachbehandlung, einschließlich der Rehabilitation zur Wiederherstellung der Selbstständigkeit, folgt", mahnt Professor Bernd Kladny, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC).

Daher liegt ein Schwerpunkt des diesjährigen DKOU auf geeigneten Präventions-, Therapie- und Nachsorgemaßnahmen für ältere Patienten.

Auch die Endoprothetik ist ein Thema

Außerdem tauschen sich Orthopäden und Unfallchirurgen auf dem Kongress auch über die Entwicklung der Endoprothesenversorgung in Deutschland aus.

"Die Endoprothetik gehört zu den erfolgreichsten operativen Eingriffen der vergangenen Jahrzehnte", so Professor Karl-Dieter Heller, Vorstandsmitglied des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU).

Dank der Fortschritte bei Kunstgelenken und Narkose könnten ja immer mehr Menschen von diesen Eingriffen profitieren und auch noch im Alter mobil bleiben.

"Doch wir müssen gleichzeitig auch eine differenzierte Indikation stellen. Denn nicht jeder ältere, aber auch nicht jeder junge Mensch bringt für einen solchen Eingriff alle Voraussetzungen mit.

Die individuelle, als auch die gesamtgesundheitliche Situation des Patienten ist für eine Entscheidung zur Operation unbedingt im Vorfeld abzuklären", wird Heller zitiert.

In diesem Jahr findet der DKOU erstmals gemeinsam mit dem 12. Deutschen Kongress für Versorgungsforschung statt.

In engem Austausch mit Vertretern der Politik und der Krankenkassen ziehen die Experten beider Veranstaltungen Bilanz, in welchen Bereichen Unter-, Über- und Fehlversorgung in Deutschland stattfindet.

Hierbei stellen die Fachärzte neueste Ergebnisse aus dem Endoprothesenregister Deutschland, EndoCert und dem TraumaNetzwerk DGU® vor. (eb)

Infos zum Kongress im Web: www.dkou.org

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