Ärzte Zeitung, 29.10.2004

Östrogen schützt die Knochen - jetzt weiß man auch wie

Neuer Ansatz für Osteoporose-Therapie entdeckt

Mäuse-Femur im CT. Tieren mit defektem TGFß-Rezeptor (unten) verlieren Knochenmasse. Foto: Gao/PNAS

ATLANTA (mut). Östrogen sorgt für stabile Knochen - das ist bekannt. Wie dieses Molekül seine Wirkung entfaltet, haben jetzt US-Forscher herausgefunden.

So stimuliert Östrogen die Produktion von TGFß (Transforming Growth Factor). TGFß wiederum hindert T-Zellen daran, Osteoklasten zu aktivieren. Östrogen-Mangel führt folglich dazu, daß T-Zellen vermehrt knochenabbauende Osteoklasten aktivieren.

Entdeckt haben die Forscher dies bei Mäusen, deren T-Zellen einen defekten TGFß-Rezeptor haben. Sie bekommen eine ähnlich starke Osteoporose wie Mäuse ohne Ovarien, also Mäuse, die kein Östrogen produzieren. Umgekehrt konnten die Forscher den Knochenschwund bei ovarektomierten normalen Mäusen durch zusätzliches TGFß verhindern.

Gelingt es bei Menschen, die TGFß-Produktion im Knochenmark anzukurbeln, läßt sich damit vielleicht Osteoporose stoppen, spekulieren die Forscher (PNAS online).

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