Ärzte Zeitung, 18.10.2005

Stellungnahme des BfArM zu Tibolon

BONN (eb). Die Zwischenauswertung der LIFT-Studie ergab bei den teilnehmenden Frau mit Osteoporose ein erhöhtes Schlaganfallrisiko, hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn mitgeteilt.

In der Studie wird die Wirksamkeit von Tibolon bei der Behandlung von Patientinnen mit bestehender Osteoporose untersucht. Frauen, die das synthetische Hormon Tibolon erhielten, hatten im Vergleich zu jenen mit Placebo ein 2,5fach erhöhtes Risiko für das Auftreten von Schlaganfällen, so das BfArM.

Tibolon ist in Deutschland mit einer Tagesdosis von 2,5mg unter dem Namen Liviella® zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden bei Frauen zugelassen, deren letzte natürliche Regelblutung mindestens ein Jahr zurückliegt. Zur Behandlung bei Osteoporose oder deren Prophylaxe sei Tibolon nicht zugelassen, so das BfArM.

Topics
Schlagworte
Osteoporose (795)
Menopause (171)
Krankheiten
Osteoporose (1455)
Wirkstoffe
Tibolon (7)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

Psychotherapie-Richtlinie steht vor holprigem Start

Der Start der neuen Psychotherapie-Richtlinie am 1. April löst bei den Beteiligten keine Begeisterung aus. Die Kritik überwiegt. Lesen Sie die aktuellen EBM-Ziffern. mehr »