Ärzte Zeitung, 27.04.2006

Wie Osteoporose-Kranke Kalzium nicht vergessen

Kombinationspackung förderte in Studie die Compliance

KÖLN (djb). Die Osteoporose-Therapie zur Frakturprophylaxe sollte stets eine Kombinationstherapie sein. So dürfe etwa die bei Osteoporose empfohlene tägliche Einnahme von 500 bis 1000 mg Kalzium zusätzlich zur antiresorptiven Medikation nicht vergessen werden.

Darauf hat Dr. Ulrich Deuß aus Köln hingewiesen. Eine leitliniengerechte Osteoporose-Therapie wird mit der Kombinationspackung aus Risedronat und Kalzium (Actonel® 35mg plus Calcium) einfach gemacht, so Deuß bei einem von dem Unternehmen Sanofi-Aventis veranstalteten Symposium.

Der Wochenblister enthält eine Wochentablette mit 35 mg Risedronat für den ersten Tag der Woche und sechs Tabletten mit je 1250 mg Calciumcarbonat (entsprechend 500 mg Calcium) für die übrigen sechs Tage.

In einer Pilotstudie mit 18 Osteoporose-Patientinnen nach der Menopause wurde geprüft, wie sich die Umstellung auf den Wochenblister auf die Compliance und die Zufriedenheit auswirkt. Demnach verstehen Patienten, die eine Kombinationspackung erhalten, die Einnahmevorschriften besser und befolgen diese auch stärker.

Drei Monate nach der Umstellung bevorzugten 15 der 18 Patientinnen die Kombinationspackung vor anderen Osteoporose-Medikamenten, zwölf Frauen gaben an, sich durch die Therapie weniger in ihrem Tagesablauf beeinträchtigt zu fühlen.

Das Bisphosphonat wurde häufiger korrekt eingenommen und die Einnahme von Kalzium deutlich seltener vergessen. Die Tageskosten der Kombinationspackung entsprechen denen mit einer Tablette Risedronat einmal wöchentlich.

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