Ärzte Zeitung, 08.01.2007

Osteoporose-Test beim Zahnarzt

MANCHESTER (dpa). Osteoporose bei älteren Frauen lässt sich mit einem neuen Verfahren bereits auf Röntgenbildern von Zahnärzten erkennen, die routinemäßig gemacht wurden.

Dies berichtet ein Forscherteam in "Bone" (Online vorab). Die Wissenschaftler haben ein Computerprogramm entwickelt, das die Dichte der Kieferknochen auf normalen Röntgenbildern analysiert und Zahnärzte bei bedenklichen Werten informiert. Das Verfahren könnte nach Meinung der Forscher einen Schritt zur billigen Routineuntersuchung von Frauen auf Osteoporose bedeuten.

Zum Start der Studie sind 652 Frauen mit einem üblichen Standardtest auf Osteoporose untersucht worden. Dadurch wurden 140 Patientinnen identifiziert, berichtete Professor Keith Horner von der Universität Manchester. Mit dem automatischen Röntgentest sei die Hälfte der Betroffenen erkannt worden, so der Wissenschaftler.

In Alltagssituationen würden Zahn-Patientinnen mit bedenklichen Kieferknochenwerten nach Vorstellung der britischen Forscher für gezielte Osteoporose-Tests an einen Facharzt überwiesen. "Dieser billige, einfache und weitgehend automatisierte Ansatz zur Osteoporose-Erkennung könnte von jedem Zahnarzt ausgeführt werden, der Routine-Röntgenaufnahmen macht, betont der Wissenschaftler.

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