Ärzte Zeitung online, 03.06.2009

Gefahr durch Osteoporose wird oft unterschätzt

WIEN(dpa). Die Gefahren durch die Volkskrankheit Osteoporose werden in Europa Fachärzten zufolge weiterhin deutlich unterschätzt. "Nur knapp die Hälfte der Erkrankten wird überhaupt korrekt diagnostiziert, und nicht einmal ein Viertel von ihnen bekommt eine sachgerechte Therapie", betonte der Orthopäde Wolfhart Puhl zum Auftakt des Europäischen Orthopädiekongresses 2009 am Mittwoch in Wien.

Der jüngsten Statistik zufolge sind die Chancen einer 50-jährigen Frau, an den Folgen eines durch Osteoporose verursachten Schenkelhalsbruchs zu sterben, statistisch ebenso groß, wie ihr Tod durch Brustkrebs, betonte Puhl. An dem Kongress nehmen bis zum 6. Juni etwa 8000 Orthopäden aus ganz Europa teil.

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