Ärzte Zeitung, 16.09.2009

Kommentar

Gute Argumente für fitte Körper

Von Ingrid Kreutz

Hüftfrakturen sind in Deutschland häufiger als bisher angenommen: Schätzungsweise 141 pro 100 000 Einwohner erleiden auf Basis der Krankenhausdiagnosestatistik jährlich eine Hüftfraktur (DMW 133, 2008, 125). Inzwischen ist klar: Etwa 30 Prozent der Betroffenen sterben innerhalb eines Jahres. Und jeder Dritte mit Hüftfraktur wird dauerhaft invalide.

Eine traurige Bilanz! Es gibt aber effektive Mittel zur Senkung des Frakturrisikos. Dazu gehört ein regelmäßiges Körpertraining. Überzeugende Belege dafür liefert eine kontrollierte Studie bei Frauen nach der Menopause. Sie absolvierten einen Mix aus Ausdauer-, Gleichgewichts- und Krafttraining. Mit diesem Training wurde die Knochenmineraldichte erhöht oder zumindest erhalten, und die Sturzrate - ein wichtiger Risikofaktor für Hüftfrakturen - reduzierte sich deutlich.

Die neuen Studiendaten sollten dazu führen, ältere Patienten vielleicht noch stärker als bisher zu mehr körperlicher Aktivität zu ermuntern - zumal sich die Studiendaten mehren, wonach dadurch nicht nur die Knochen, sondern auch Herz, Hirn, und Gefäße geschützt werden. Und noch etwas lässt sich durch Sport günstig beeinflussen: das Brustkrebsrisiko, und zwar mit jeder Art von Bewegung.

Lesen Sie dazu auch:
Trainings-Mix: Starke Knochen und kaum Stürze

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

Immer mehr Nichtraucher erkranken an Lungenkrebs

In US-Kliniken tauchen immer häufiger Nichtraucher mit Lungenkrebs auf, vor allem Frauen sind betroffen. Das könnte am Passivrauchen liegen. mehr »

Wer nicht hören will, den soll die Kita künftig melden

Prävention mit Drohgebärden: Künftig will das Bundesgesundheitsministerium nicht nur mit Bußgeld drohen, sondern auch die Kitas einspannen, um die Verweigerer einer verpflichtenden Impfberatung herauszufischen. mehr »