Ärzte Zeitung, 05.11.2009

Drei gegen Osteoporose: Sport, Sonne, richtige Ernährung

Geht es um Frakturprophylaxe, dann geht an körperlicher Aktivität, Rauchverzicht und kalziumreicher Ernährung kein Weg vorbei.

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Empfohlen: kalziumreiche Ernährung.

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Die Behandlung von Patienten mit Osteoporose stützt sich auf diese zwei Säulen: medikamentöse Therapie und nicht-medikamentöse Maßnahmen. Zu letzteren zählen vor allem eine kalziumreiche Ernährung, regelmäßige und angepasste körperliche Aktivität sowie Maßnahmen zu Vermeidung von Stürzen zum Beispiel die Beseitigung von Gefahrenquellen im Alltag (schlechte Beleuchtung, Stolperfallen, unpassendes Schuhwerk).

Bei älteren, gebrechlichen Patienten kann außerdem das Tragen von Hüftprotektoren in Erwägung gezogen werden. In Untersuchungen konnte dadurch die Frakturrate bis zu 60 Prozent reduziert werden.

Eine kalziumreiche Ernährung oder gegebenenfalls die Einnahme von Supplementen kann die Knochendichte positiv beeinflussen. Zu den Nahrungsmitteln, die besonders viel Kalzium enthalten, zählen vor allem Trink- und Buttermilch, Käse (insbesondere Hartkäse wie Emmentaler und Parmesan), Gemüsesorten wie Brokkoli, Fenchel, Grünkohl und Sojabohnen sowie Mandeln und Haselnüsse.

Eine weitere geeignete Maßnahme ist der Verzicht auf Nahrungs- und Genussmittel, die als "Kalziumräuber" bekannt sind. Dazu zählen bei den Nahrungsmitteln Gemüsesorten wie Rhabarber und Spinat, Schmelzkäse sowie große Mengen an Fleisch und Wurst, bei den Genussmitteln Cola, Cola-haltige Getränke und Alkohol. Auch Nikotin ist erwiesenermaßen ein Osteoporose-Risikofaktor.

Zum Kalzium-Einbau in die Knochen benötigt der Körper Vitamin D3. Vitamin D3-reiche Nahrungsmittel sind Fisch, Eigelb und Butter. Der größte Teil dieses Vitamins wird jedoch unter dem Einfluss von UV-Strahlung in der Haut gebildet. Aktuelle Osteoporose-Leitlinien raten zu einer täglichen Sonnenlicht-Exposition von mindestens 30 Minuten.

Daher sind regelmäßige Spaziergänge für Osteoporose-Patienten zu jeder Jahreszeit besonders zu empfehlen. Verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, dass durch gezielte Bewegung der Knochenabbau gebremst und unter Umständen sogar die Knochendichte erhöht werden kann. Dabei kommt es vor allem darauf an, dass die Bewegungen dynamisch und nicht statisch ausgeführt werden.

Zu bevorzugen sind daher Sportarten wie Radfahren, Schwimmen oder Aerobic. Auch Kraftübungen und gezielte Krankengymnastik unter fachlicher Anleitung ("Osteoporose-Gymnastik") sind für Betroffene besonders geeignet. Mittlerweile gibt es viele Übungsprogramme, die speziell für Osteoporose-Patienten entwickelt wurden. Ein weiterer positiver Effekt der körperlichen Aktivität: Sie stärkt nicht nur die Muskulatur, sondern auch das Koordinationsvermögen. Damit trägt sie zur Sturzvermeidung und zur Verminderung der Frakturrate bei. Claudia Bruhn

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