Ärzte Zeitung, 01.09.2010

Kommentar

Lichtblick für Frakturgefährdete

Von Ingrid Kreutz

Die Zeiten von vor 1999 werden wohl nicht wiederkommen, als die Knochendichtemessung noch eine nahezu uneingeschränkte Kassenleistung war. Aber das ist auch nicht notwendig! Inzwischen wäre man schon sehr zufrieden, wenn wenigstens Patienten mit starken Risikofaktoren die Knochendichtemessung vor der ersten Fraktur bezahlt bekämen, damit sie rechtzeitig behandelt werden können -denn mit jeder Fraktur steigt das Risiko für weitere Brüche drastisch an. Dieser Traum ist jetzt für einige der Betroffenen näher gerückt.

Nach seinem positiven Vorbericht ist das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) jetzt auch im Abschlussbericht zu einer positiven Bewertung der Knochendichtemessung zumindest bei Frauen in der Postmenopause gekommen. Demnach können auch Frauen, die noch keine Fraktur hatten, durch Knochendichtemessung einen Nutzen haben. Das lässt hoffen, dass bald auch wieder Patienten ohne Fraktur, aber Risikofaktoren wie multiple Stürze oder Untergewicht die Osteodensitometrie bezahlt bekommen. Zu entscheiden hat das nun der G-BA als der Auftraggeber des IQWiG.

Lesen Sie dazu auch:
IQWiG: Auch Frauen ohne Fraktur profitieren von Knochendichtemessung

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