Ärzte Zeitung, 03.05.2004

Erneut gute Wirksamkeit von Rofecoxib belegt

Praxisstudie mit 32 000 Patienten mit Arthrose und RA

WIESBADEN (nsi). Rofecoxib hat sich bei rheumatoider Arthritis (RA) und Arthrose erneut in einer Praxisstudie bewährt. Die meisten der Patienten nahmen 25 mg des Wirkstoffes täglich ein, die Tageshöchstdosis für beide Indikationen.

Die Anwendungsbeobachtung mit Rofecoxib (Vioxx®) ist Ende 2003 abgeschlossen worden. Insgesamt haben daran 6328 niedergelassene Ärzte teilgenommen, berichtete Professor Henning Zeidler von der Medizinischen Hochschule Hannover beim Internistenkongreß in Wiesbaden.

Die Kollegen werteten die Daten von fast 32 000 Patienten mit Arthrose und 1515 mit RA aus, die einen Monat lang mit dem Coxib behandelt wurden. Wirksamkeits-Kriterien seien Schmerz, Wirkdauer, Krankheitaktivität und Lebensqualität während der Coxib-Therapie gewesen, so Zeidler bei einem von MSD unterstützten Symposium.

Etwa achtzig Prozent der Patienten mit Arthrose nahmen täglich 25 mg Rofecoxib ein, die übrigen, die Angaben zur Dosis machten, entweder 12,5 (etwa zehn Prozent) oder 50 mg. Von den Patienten mit RA erhielten fast neunzig Prozent 25 mg des Coxibs täglich, die übrigen 12,5 mg oder 50 mg.

Die Schmerzintensität wurde mit einer Skala von null (schmerzfrei) bis zehn (sehr starker Schmerz) beurteilt. Sie nahm beim Gehen auf der Ebene von im Schnitt 5,54 vor der Therapie auf 3,25 mit Rofecoxib ab, beim Treppensteigen von 6,4 vor auf 4 und beim Sitzen oder Liegen von 4,15 auf 2,37.

Die Wirksamkeit von Rofecoxib sei bei drei Viertel der Patienten "gut bis exzellent" gewesen, sagte Zeidler. Er empfahl den Versuch, Patienten auf 12,5 mg täglich einzustellen, um das Risiko für unerwünschte Effekte zu minimieren.

Auch bei intestinalen Spondylarthritiden könne das Coxib möglicherweise eine Option sein, so der Rheumatologe. In einer retrospektiven und zwei prospektiven offenen Studien mit insgesamt 124 Patienten mit Arthralgien und Arthritis in Folge von Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn sei das Coxib in einer Dosis von 12,5 oder 25 mg bei 41 bis 71 Prozent der Kranken wirksam gewesen.

Nur 12 bis 20 Prozent hätten die Rofecoxib-Therapie wegen Exazerbation der Krankheit oder unerwünschten Wirkungen abbrechen müssen, dagegen 42 Prozent mit klassischen NSAR.

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