Ärzte Zeitung, 01.09.2004

Wirtschaftlichkeit von Valdecoxib in Studien belegt

MÜNCHEN (sto). Eine Therapie mit klassischen nicht-steroidalen Anti- rheumatika (NSAR) hat oft ungünstige Magen-Darm-Effekte. Die daher häufig benötigte magenschützende Zusatzarznei oder Klinikaufenhalte wegen Komplikationen können die Kosten-Nutzen-Rechnung trotz höherer Abgabepreise der Coxibe doch zugunsten der selektiven Präparate ausfallen lassen.

Da Coxibe speziell die COX 2 hemmen, verursachen sie viel weniger unerwünschte gastrointestinale Effekte und Komplikationen wie Perforation und Blutung als klassische NSAR, wie Professor Herbert Kellner aus München bei einer Veranstaltung von Pharmacia/Pfizer in München gesagt hat.

Aktuelle Untersuchungen aus Großbritannien sowie Ergebnisse einer Studie mit Valdecoxib (Bextra®) in Deutschland hätten zudem die Wirtschaftlichkeit belegt. Bei der Kostenanalyse würden oft nur direkte Arzneikosten verglichen, die bei Coxiben höher liegen als bei den meist als Generika verordneten klassischen NSAR. Zu berücksichtigen seien aber auch indirekte Kosten, etwa der Begleitarzneien zur Ulkusprophylaxe oder Klinikaufenthalte.

In einer Studie wurden direkte und indirekte Kosten einer Therapie mit 20 mg/d Valdecoxib mit denen von zweimal 75 mg/d Diclofenac bei rheumatoider Arthritis über ein halbes Jahr verglichen. Mit dem Coxib habe es viel weniger Krankenhauseinweisungen und Therapie-Interventionen gegeben, so daß die Gesamtkosten niedriger gelegen hätten als für Diclofenac, so Kellner. So seien Patienten mit Coxib im Schnitt fünf Tage wegen Magen-Darm-Komplikationen in Kliniken gewesen, mit dem klassischen NSAR aber 80 Tage.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »