Ärzte Zeitung, 26.04.2005

Kindern mit Arthritis hilft Leflunomid-Therapie

Studie mit fast 100 Teilnehmern bestätigt Ergebnisse einer Pilotstudie zu rheumatoider Arthritis

TORONTO (ple). Nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder mit rheumatoider Arthritis profitieren von einer Behandlung mit Leflunomid. Dies geht aus einer Studie mit fast 100 Kindern zwischen 3 und 17 Jahren hervor, die das Ergebnis einer Pilotstudie bestätigt.

Unter den Basismedikamenten gilt Methotrexat (MTX) als Goldstandard bei polyartikulären Verlaufsformen bei Erwachsenen und Kindern. In einer Studie der "Leflunomide in Juvenile Rheumatoid Arthritis Investigator Group" ist jetzt die Wirksamkeit einer MTX- mit der einer Leflunomid-Therapie bei Kindern mit juveniler idiopathischer Arthritis (JIA) verglichen worden.

Von mehr als 100 gescreenten Kindern mit polyartikulärer JIA erhielten 47 Kinder MTX-Tabletten und 47 Kinder Leflunomid-Tabletten (in Deutschland als Arava® zur Therapie Erwachsener erhältlich). 31 Kinder in der MTX-Gruppe und 24 Kinder in der Leflunomid-Gruppe beendeten die Studie über 48 Wochen.

Die MTX-Dosis betrug 0,5 mg pro Kilogramm Körpergewicht pro Woche. Leflunomid wurde an das Gewicht unter 20 kg, zwischen 20 und 40 kg sowie über 40 kg angepaßt. Kinder schwerer als 40 kg erhielten 100 mg drei Tage lang, dann 20 mg pro Tag.

Nach Angaben der Rheumatologen gelang es mit beiden Medikamenten ähnlich gut die Symptome zu lindern: Nach 48 Wochen Behandlung gab es zwischen den Therapiegruppen keinen Unterschied bei den primären Endpunkten.

Das waren der mittlere Percent Improvement Index (PII, mit sechs Parametern wie Symptomatik und Wohlbefinden) sowie der Anteil der Patienten, bei denen sich die Gelenksymptomatik auf der Skala des American College of Rheumatology (ACR) bei mindestens drei Parametern um 30 Prozent (ACR Pedi 30) verbesserte. Zwar wurden mit MTX nach 16 Wochen die Schmerzen etwas stärker gelindert. Möglicherweise wurde aber Leflunomid bei manchen Kindern zu gering dosiert.

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