Rheuma

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Modul: Reaktive Arthritis: Pathogenese – Diagnose – Therapie

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Ärzte Zeitung, 08.06.2005

Harnsäure immer im Visier

Beobachtendes Abwarten - Option bei Hyperurikämie

WIEN (kat/mal). Brauchen asymptomatische Patienten mit Hyperurikämie eine Therapie? Zumindest für Patienten ohne bisher diagnostizierte Gicht hat der Wiesbadener Rheumatologe Dr. Wolfgang Bolten auf diese Frage, die auch Thema beim EULAR-Kongreß in Wien ist, eine klare Empfehlung: "Erhöhte Harnsäurewerte ohne Gelenksymptome sind nicht behandlungsbedürftig", sagt er, "wohl aber beobachtungsbedürftig."

Eine regelmäßige Kontrolle der Laborwerte - und dabei nicht nur der Harnsäure - macht bei diesen Kranken auch aufgrund der gehäuften Koinzidenz von Hyperurikämie oder Gicht und Befunden des metabolischen Syndroms Sinn. Nur eine der Studien, die dazu in Wien vorgestellt werden, ist die von Kollegen um Dr. Shih-Yang Chen aus Taipei in Taiwan.

Die Forscher haben retrospektiv bei über 22 000 Gicht-Kranken festgestellt, daß es unabhängig voneinander eine Assoziation zwischen der Ausprägung einer Hyperurikämie sowie dem Schweregrad einer Gicht-Arthritis und der Wahrscheinlichkeit für einen Herzinfarkt gibt.

Eine Hyperurikämie mache - auch bei für Gicht typischen Symptomen - immer eine Differentialdiagnostik nötig, erinnert Bolten. Hyperurikämie und Gicht-Arthritis seien weniger eng assoziiert als allgemein angenommen, so Bolten zur "Ärzte Zeitung".

So könne eine Hyperurikämie ja auch Folge einer Tumorkrankheit sein. Gewißheit, daß eine Gicht vorliegt, gebe der Nachweis von Harnsäurekristallen im Gelenkpunktat.

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