Ärzte Zeitung, 09.06.2005

Fast 40 Milliarden Euro Kosten durch Rheuma

Therapie und Arbeitsausfall machen vor allem entzündliche Erkrankungen kostenintensiv

BERLIN (run). Insgesamt leiden fast 20 Millionen Menschen in Deutschland unter einer rheumatischen Erkrankung. Darunter fallen nach einer WHO-Definition alle chronisch schmerzhaften und mit Behinderung einhergehenden Erkrankungen am Bewegungsapparat - also rein degenerative wie auch entzündliche Krankheiten.

Etwa 20 Millionen Deutsche haben Gelenkschmerzen
Häufigkeit chronischer schmerzhafter Erkrankungen des Bewegungsapparates und geschätzte Kosten für Behandlung und Arbeitsausfall pro Jahr
Unter den rheumatischen Erkrankungen ist die rheumatoide Arthritis zwar eher selten, sie verursacht aber relativ hohe Kosten pro Patient.

Unter letzteren, die als Rheuma im engeren Sinne gelten, leiden zwar relativ wenige Patienten, sie sind aber besonders stark betroffen. Das geht etwa aus Zahlen zu den Kosten durch Therapie und Arbeitsausfall hervor. Die Daten sind von Professor Angela Zink vom Deutschen Rheuma-Forschungszentrum in Berlin der "Ärzte Zeitung" aus Anlaß des Europäischen Rheumatologen-Kongresses in Wien mitgeteilt worden.

So haben etwa fünf Millionen Erwachsene Beschwerden durch Arthrose, und sechs Millionen Bürger leiden unter einer Osteoporose. Die Kosten, die durch Therapie und Arbeitsausfall pro Jahr entstehen, belaufen sich bei ihnen auf acht Milliarden, beziehungsweise drei Milliarden Euro.

Im Vergleich dazu gibt es etwa 1,5 Millionen Bundesbürger mit einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung, etwa rheumatoider Arthritis (RA). Die Kosten, die durch Behandlung und Arbeitsausfall entstehen, werden bei ihnen auf bis zu 3,5 Milliarden Euro geschätzt. Allein zwei Milliarden davon entstehen durch die etwa 550 000 RA-Patienten.

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