Rheuma

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Modul: Reaktive Arthritis: Pathogenese – Diagnose – Therapie

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Ärzte Zeitung, 10.06.2005

Abatacept bremst Zerstörung von Gelenken

Phase-III-Studie bei Patienten, bei denen Methotrexat nicht ausreichend wirkt

WIEN (gvg). Für Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) deutet sich eine neue Therapieoption an. Mit dem Eiweiß Abatacept konnten in einer Phase III-Studie die radiologischen Veränderungen bei RA-Patienten aufgehalten werden, die auf Methotrexat (MTX) nicht adäquat angesprochen hatten.

Röntgenbild bei rheumatoider Arthritis: Deutlich zu erkennen ist die subtotale Luxation der Grundphalangen. Foto: MRI

Abatacept, eine Entwicklung von Bristol-Myers Squibb, ist ein rekombinantes Molekül, das mit der Aktivierung von T-Zellen interferiert und so die destruktive Immunreaktion in den Gelenken bremsen soll. In einer auf dem Rheumatologen-Kongreß in Wien vorgestellten randomisierten, doppelblinden Multicenterstudie erhielten 652 Patienten mit aktiver RA zusätzlich zu MTX 10 mg/kg Abatacept oder Placebo.

Behandelt wurde jeweils an den Tagen 1, 15 und 29, und danach alle vier Wochen bis zum Studienende nach einem Jahr. Die radiologischen Zeichen einer RA, also Erosionen und Gelenkspaltverschmälerung, die mit dem bei solchen Studien gängigen Sharp-Score objektiviert wurden, entwickelten sich unter Abatacept langsamer als unter Placebo.

Sowohl beim Gesamtwert als auch bei den Einzelwerten für Erosionen und Gelenkspaltverschmälerung gab es signifikante Vorteile für die Abatacept-Kombination.

Diese Vorteile seien unabhängig von klinischen oder biochemischen Parametern zu Studienbeginn gewesen, so Dr. Harry Genant aus San Francisco in den USA bei seiner Präsentation in Wien. Auch die Verträglichkeit von Abatacept sei akzeptabel gewesen.

Es sei zu einer geringen Zahl an Infusionsreaktionen und einem mit 3,9 Prozent leicht erhöhten Auftreten von schweren Infektionen (Placebo: 2,3 Prozent) gekommen. Knapp 90 Prozent der Patienten mit Abatacept beendeten die Studie, mit Placebo dagegen nur 75 Prozent.

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