Rheuma

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Modul: Reaktive Arthritis: Pathogenese – Diagnose – Therapie

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Ärzte Zeitung, 12.12.2005

Rheumatherapie verhindert neue Gelenkschäden

Studie zu Etanercept, Methotrexat und der Kombi beider Wirkstoffe / Ergebnisse nach drei Jahren Therapie vorgestellt

BERLIN (gvg). Bei einer Kombitherapie mit Etanercept plus Methotrexat (MTX) sind nach drei Jahren um die Hälfte mehr Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) ohne radiologische Progression der Erkrankung als bei MTX-Monotherapie. Das hat eine neue Analyse der TEMPO-Studie ergeben.

In der TEMPO-Studie wurden 686 Patienten mit zweimal wöchentlich subkutan 25 mg Etanercept (Enbrel®), mit MTX-Monotherapie oder mit einer Kombination aus beiden Substanzen behandelt.

Klinisch kann, wie berichtet, nach drei Jahren knapp die Hälfte der Patienten unter Kombi-Therapie mit einer weitgehenden Remission der Erkrankung rechnen: Ein mindestens 70prozentiges Ansprechen auf dem RA-Score des American College of Rheumatology haben 49 Prozent der Patienten, einen Wert von weniger als 1,6 bei dem in Europa gebräuchlicheren Krankheitsaktivitätsindex DAS 44 (Disease Activity Index), für den 44 Gelenke beurteilt werden, 41 Prozent der Betroffenen.

Auf der Jahrestagung des American College of Rheumatology in San Diego wurden jetzt auch die radiologischen Ergebnisse nach drei Therapiejahren vorgestellt. Professor Jörn Kekow aus Magdeburg berichtete darüber auf einer Veranstaltung von Wyeth in Berlin. Danach haben nach 156 Wochen 76 Prozent der Patienten mit Etanercept/MTX keine radiologischen Gelenkveränderungen.

Wird nur mit MTX (Dosierung von bis zu 20 mg/Woche) behandelt, sind es nur 50,5 Prozent (p<0,01). Eine genauere Analyse der radiologischen Befunde ergab zudem, daß es bei der Kombitherapie im Mittel sogar zu einer leichten Besserung beim Score für Gelenkflächen-Erosionen kam. Bei MTX-Monotherapie verschlechterte sich dieser Wert dagegen deutlich (p<0,05).

Bei einer Monotherapie mit Etanercept hatten 61 Prozent der Patienten keine radiologische Progression - ein statistisch signifikanter Unterschied zur MTX-Monotherapie (p<0,05). "Diesen Effekt einer Anti-TNF-alfa-Monotherapie haben wir bei anderen Antikörpern bisher nicht beobachtet", so Kekow.

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