Ärzte Zeitung, 19.04.2007

Übelkeit durch MTX? Leflunomid!

WIESBADEN (hub). Vertragen Patienten mit Rheumatoider Arthritis kein Methotrexat (MTX), ist Leflunomid eine Alternative. Leflunomid verursacht wesentlich weniger Übelkeit, so Dr. Reinhard Hein aus Nienburg. In Bezug auf erhöhte Leberwerte, Haarausfall oder Aphten seien beide Wirkstoffe ähnlich, Leflunomid verursache aber mehr Durchfälle.

Leflunomid und Azathioprin sind für Rheumapatienten mit leichter Niereninsuffizienz die einzigen geeigneten klassischen Basistherapeutika (DMARD). MTX kann maximal bis zu einer Wochendosis von 2,5 mg gegeben werden. "Azathioprin ist das Reserve-DMARD, wenn die Niere stark beteiligt ist", so Professor Klaus Krüger aus München. Denn es kann auch Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz verordnet werden. Auch TNFα-Blocker sind bei Niereninsuffizienz unproblematisch.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »