Ärzte Zeitung, 30.05.2008

Zytokin-Blockade birgt Hoffnung für Lupus-Patienten

NEU-ISENBURG (skh). Zytokine spielen eine wichtige Rolle in Entstehung und Verlauf des systemischen Lupus erythematodes (SLE). Die medikamentöse Zytokinblockade ist deshalb ein vielversprechender Therapieansatz.

Wie Professor Martin Aringer von der Uniklinik Dresden berichtet, belegen klinische Pilotstudien Erfolge mit der Blockade der proinflammatorischen Zytokine Tumor-Nekrose-Faktor-a (TNF-a), Interleukin-6 (IL-6) und Interferon-a (IFN-a).

Durch eine Therapie mit TNF-a-Blocker lässt sich etwa die Entzündungs-Aktivität bei Lupusnephritis schlagartig stoppen und die Proteinurie der Patienten geht rasch zurück. Zudem gibt es Hinweise, dass eine IL-6-Blockade die Anämie bei Patienten mit chronischen Erkrankungen beeinflusst.

Eine medikamentöse IFN-a-Blockade sei außerdem bei schwierigen SLE-Hautmanifestationen eine Option, so Aringer in der Online-Ausgabe der "Zeitschrift für Rheumatologie". Kontrollierte klinische Studien werden in den nächsten Jahren weitere Antworten liefern, hofft Aringer.

Topics
Schlagworte
Rheuma (1654)
Innere Medizin (34110)
Krankheiten
Rheuma (1687)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »