Ärzte Zeitung online, 02.07.2008

Hohes Geburtsgewicht erhöht Rheuma-Risiko

NEW YORK (hub). Das Geburtsgewicht beeinflusst die spätere Gesundheit eines Menschen: Ist es hoch, verdoppelt sich etwa das Risiko, an Rheumatoider Arthritis (RA) zu erkranken.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung der Daten von über 87 000 Frauen der US Nurses‘ Health Study aus den Jahren 1976 bis 2002. Während des Studienzeitraums wurde bei 619 der Frauen eine RA neu diagnostiziert. Dabei fanden die Forscher: Frauen, die mit mehr als 4,5 Kilogramm geboren wurden, hatten doppelt so häufig eine RA wie Frauen gleichen Alters mit einem Geburtsgewicht von 3,2 bis 3,9 Kilo.

Das teilt das Krankenhaus für spezielle Chirurgie in New York mit. Die Korrelation galt auch noch, wenn Faktoren wie Diabetes der Mutter, Rauchen der Eltern oder sozioökonomischer Status berücksichtig wurden.

Eine einleuchtende Erklärung für das erhöhte RA-Risiko durch ein hohes Geburtsgewicht bieten die Forscher nicht an. Bekannt ist aber, dass ein niedriges Geburtsgewicht etwa das Risiko für Diabetes und KHK erhöht, ein hohes Gewicht das Risiko etwa für Brustkrebs oder Leukämie.

Auch wenn es derzeit rein spekulativ sei, meinen die Forscher: Das RA-Risiko des Nachwuchses könne vielleicht durch eine entsprechende Diät der Schwangeren gesenkt werden. Hier tue sich ein spannender Weg in der Prävention auf.

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