Ärzte Zeitung, 07.01.2009

Rheuma schadet dem Herz

Meta-Analyse bestätigt erneut den Zusammenhang

VANCOUVER (ars). Patienten mit Rheumatoider Arthritis haben im Vergleich zur sonstigen Bevölkerung ein um 50 Prozent erhöhtes Risiko, an kardiovaskulären Erkrankungen zu sterben. Das hat eine große Meta-Analyse bestätigt.

Nach Todesursachen aufgeschlüsselt ist bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) die Sterberate für Herzinfarkt um 59 Prozent erhöht und die für Schlaganfall um 52 Prozent (Arthritis Care & Research 59, 2008, 1690). Damit kommen Fortschritte der RA-Therapie Herz und Gefäßen nicht zugute: Die Ergebnisse waren vor und nach 1987 gleich.

Auch der Rückgang der kardiovaskulären Mortalität, die allgemein zu beobachten sei, spiegele sich bei RA-Patienten nicht wider, schreibt Dr. Antonio Aviña-Zubieta aus Vancouver. Allerdings berücksichtige die Analyse noch nicht die zunehmende Verordnung von Biologicals. Ob sie eine Verringerung der Sterberaten zur Folge habe, sei noch zu prüfen.

In die Meta-Analyse eingeschlossen waren 24 Studien mit rund 112 000 Patienten, erfasst wurden die Daten bis 2005.

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