Ärzte Zeitung online, 29.01.2009

Schlüssel zu neuen Entzündungshemmern gefunden

GRAZ (eb).Wissenschaftlern aus Graz ist ein kleiner Durchbruch in der Erforschung entzündlicher Erkrankungen gelungen. Das internationale Team, darunter deutsche Forscher, entschlüsselte die Aktivierung der Leukozyten. So fanden sie schließlich auch einen Weg, deren Mobilisierung zu stoppen.

Im Zentrum von Professor Andreas Kungls Forschung standen die Chemokine, die von entzündetem Gewebe freigesetzt werden. Im Rahmen seiner Forschungen konnte er zeigen, dass sich bei einer Entzündung mehrere Chemokine zu einem Komplex zusammenschließen. Dieser dockt schließlich an den entsprechenden Rezeptoren der weißen Blutkörperchen an und mobilisiert sie dadurch. (Nature Medicine, 15, 2009, 97)

Um diesen Vorgang zu stoppen, habt das Team um Kungl ein Peptid aus den Chemokinen synthetisiert. Anschließend konnten sie in vitro beobachten, dass dieses Peptid an eines der Chemokine im Komplex bindet. Dadurch hat sich der Chemokinkomplex aufgelöst, und eine weitere Komplexbildung wurde unterbunden.

Die Wissenschaftler hoffen, dass sie mit ihrer Entdeckung einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung neuer entzündungshemmender Medikamente leisten können. Besonders Patienten mit chronischen Entzündungen wie Rheumatoider Arthritis könnten künftig von solchen Medikamenten profitieren.

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