Ärzte Zeitung, 13.08.2009

Bei Parodontitis mehr Rheumatoide Arthritis

KOPENHAGEN (sh). Über die Hälfte der Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) haben eine Parodontitis, so das Ergebnis einer von Dr. Codrina Ancuta aus Iasi in Rumänien beim Rheuma-Kongress vorgestellten Untersuchung. RA-Patienten mit Parodontitis haben eine signifikant höhere Krankheitsaktivität als RA-Patienten ohne. Nach sechs Monaten Behandlung mit einem TNFα-Hemmer besserten sich RA und Parodontitis bei 20 der 25 Studienteilnehmer signifikant.

Gestützt wird dies durch eine von Dr. Jerry Molitor aus Minneapolis in USA, präsentierte retrospektive Analyse von 45 Patienten mit RA. Sie ergab, dass eine Parodontitis auch bei Nichtrauchern das Risiko für eine RA um das 2,6-Fache erhöht. Mit Verhaltensänderungen könnten also möglicherweise gleich zwei Erkrankungen vermieden werden.

[13.10.2010, 11:35:33]
Alexander Pirk 
Parodontitis-Behandlung bei Rheumapatienten - versäumte Chance ?
Es ist sehr bedauerlich, dass eine effektive Behandlung von Rheumapatienten oft an interdisziplinären Grenzen scheitert. Schließlich kennt die Zahnheilkunde nur zwei Haupterkrankungen - Karies und eben Parodontitis. Die Behandlung der einfachen Parodontitis ist Standard und kann in jeder Zahnarztpraxis erfolgen.

Alexander Pirk
Zahnarzt und Facharzt für Allgemeinmedizin
www.parodontitis.de
 zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Antibiotika gegen Rückenschmerzen

Verursachen Bakterien heftige Bandscheiben-Beschwerden? Für Forschungen zur Behandlung von Rückenschmerzen mit Antibiotika wurde jetzt der Deutschen Schmerzpreis verliehen. mehr »

QuaMaDi wird fortgesetzt

Aufatmen im Norden: KV und Kassen haben sich auf den Fortbestand des Brustkrebsfrüherkennungsprogramm QuaMaDi geeinigt. mehr »

Ethikrat sucht nach dem goldenen Mittelweg

Wann ist eine medizinische Zwangsbehandlung fürsorglicher Schutz, wann ein unangemessener Eingriff? Diesen Fragen widmet sich aktuell der Deutsche Ethikrat. mehr »