Ärzte Zeitung online, 17.09.2009

Späte Diagnose bei Rheuma-Kindern

KÖLN (ab). Rhemakranke Kinder und Jugendliche werden häufig nicht erkannt. Im Durchschnitt vergehen etwa fünf Monate vom Symptombeginn bis zur Erstvorstellung beim Kinderrheumatologen.

Bundesweit leiden circa 20 000 Kinder unter chronisch-entzündlichen Rheumaerkrankungen. Für die Versorgung dieser Kinder stehen landesweit 60 kinderrheumatologische Einrichtungen zur Verfügung, an de-nen etwa 85 auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendrheumatologie ausgebildete Kinderärzte tätig sind. Allerdings erreichen Kinder mit Gelenkrheuma diese Spezialbetreuung oft nicht rechtzeitig: die Symptome sind sehr vielfältig und die Eltern nicht genug aufgeklärt. Auch den Kinderärzten mangelt es häufig an der nötigen Erfahrung.

Das ist relevant, denn die Langzeitkonsequenzen von Gelenkrheuma bei Kindern sind nach wie vor gravierend. "Nur wenn wir die Kinder frühzeitig sehen und behandeln, können wie weitere Schäden vermeiden", betonte Dr. med. Kirsten Menden, Funktionsoberärztin an der Universitäts-Kinderklinik Charité auf einer Vorab-Pressekonferenz im Vorfeld des 37. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie in Köln. Aufgrund des bunten Symptomenkomplexes ist die Diagnosestellung schwierig. Schonhaltung, länger bestehende Probleme beim Schreiben oder Anziehen könnten einen Hinweis auf entzündliche Prozesse geben und sollten abgeklärt werden.

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